Ein lachendes und ein weinendes Auge
Wenn vor dem Wassersportzentrum der rote Teppich ausgerollt wird, kann dies eigentlich nur zwei Gründe haben. Entweder werden die Paddlerinnen und Paddlern nach dem Kanumarathon willkommen geheissen oder es gibt etwas zu feiern.
Da der Kanumarathon erst nächste Woche über die Bühne geht, war am vergangenen Freitag Zweiteres der Fall. Die international erfolgreichen Athletinnen und Athleten aus unserem Club waren zur Ehrung eingeladen. Auch wenn nicht gerade ein ganzer Fussballplatz inklusive Tribüne dafür nötig ist, wie bei anderen Buochser Sportgrössen, war es doch eine stattliche Zahl von Klubmitgliedern, die ein Spalier aus Glocken und Schweizerfahnen bildete. So wurden die Medaillengewinnerinnen und -gewinner standesgemäss willkommen geheissen.
In seiner Ansprache würdigte Präsident Florian dann die Leistungen unserer Athletinnen und Athleten. Falls ihr das Plakat am WSZ noch nicht gesehen/gelesen habt, ihr eine kleine, unvollständige (!) Aufzählung:
- Gewinner Gesamtweltcup C2 Herren: Jonah Müller und Cornel Bretscher
- Vize-Weltmeisterinnen C2 Damen: Mona Clavadetscher und Hannah Müller
- Vize-Europameister C2 U23-Herren: José Voegtlin
- Internationale Einsätze an EM, WM, Weltcup: Nora Zeder, Aaron Schmitter und alle oben genannten
Neben den grossartigen Resultaten betonte Florian aber noch etwas anderes und vielleicht viel wichtigeres als Medaillen: Den tollen Zusammenhalt im Team. José Voegtlin, der jüngste Medaillengewinner pflichtete im Interview mit Reto dieser Feststellung dann auch bei. Auf die Frage, warum es den Nidwaldnerinnen und Nidwaldnern ausgerechnet im Kanadier-Zweier immer wieder gelingt, in die Medaillenränge zu paddeln, antwortete er ebenfalls mit der Tatsache, dass man sich im Team einfach sehr gut versteht und sich deshalb auch auf dem Wasser aufeinander verlassen kann.
Nach so viel freudigen Ereignissen fragt ihr euch vielleicht, warum in der Einleitung von Abschied die Rede war. Leistungssport ist zwar eine wunderbare Lebensschule, verlangt den Athletinnen und Athleten aber auch Einiges ab. Deswegen liegt es in der Natur der Sache, dass Leistungssport-Karrieren irgendwann enden. So wurden neben den aktiven Medaillengewinnerinnen und -gewinnern eben auch die Athletinnen und Athleten geehrt, die ihre Karriere in letzter Zeit für beendet erklärt haben: Janis Amstad, Luis Clavadetscher und Glenys Ettlin.
Wer jetzt glaubt, dass die drei in Zukunft nie mehr im WSZ anzutreffen sind, irrt gewaltig. Glenys war an der Ehrung abwesend, weil sie einen J+S-Weiterbildungskurs besucht um noch bessere Klubtrainings leiten zu können, Janis war dieses Jahr an der WM als Betreuer an Bord und Luis hat bereits seine erste Saison als Nationaltrainer Wildwasser-Abfahrt hinter sich. Ob diese Engagements wohl auch einen Zusammenhang mit dem guten Teamspirit haben?
Beim feinen Apéro im WSZ konnten die Anwesenden diese und andere Fragen mit den Athletinnen und Athleten erörtern und das ein oder andere Selfie schiessen. Ein rundum gelungener Abend und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
Annalena