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KFT See: 2-Tagestour Bodensee - Hochrhein

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Dem Zitat: "Wenn ich den Bodensee seh, brauch ich kein Meer mehr." Gehen wir ganz genau auf die Spur.
  • Bodensee

Wirklich frühmorgens (6:00 Uhr) herrscht emsiges Treiben im WSZ. Das Kanu Fun Team See macht sich auf zur 2 Tagestour an den Bodensee/ Hochrhein.
Die Seekajaks werden in Teamarbeit geladen, das Gepäck verstaut und auf geht’s. Die Region am Bodensee scheint heute ein einziges Festgelände zu sein. Vielerorts sind Dorfzentren und somit potenzielle Einbootstellen gesperrt. Mit gezielter Recherche findet sich jedoch immer eine Möglichkeit.
In Ermatingen übernehmen Bekannte aus der Region das Verstellen der Autos nach Schaffhausen. Dafür vielen, vielen Dank!

Nach einer Znüni-Pause geht es endlich los. Wir booten ein und nehmen direkt den Kurs zur Insel Reichenau auf. Dass der Wasserstand im Bodensee beinahe 90cm unter dem langjährigen Mittelwert liegt, war uns bei den Vorbereitungen klar, dass wir jedoch so nahe am Seegrund paddeln erstaunt uns doch sehr. Schon taucht die Frage auf, ob der Durchgang bei der Insel Reichenau bei diesem Wasserstand überhaupt fahrbar ist. Nichts wie hin und nachschauen. Wir haben Glück und mit Kajaks klappt es bestens.

Wir kommen uns vor wie auf einem Südseeparadies. Weisse Sandstrände, türkisblaues Wasser und üppige Vegetation verzücken uns den Blick in Richtung Schloss Windegg und der Halbinsel Mettnau.

Eine kurze Pause an der Inselspitze, dann teilt sich unsere Gruppe. Die einen paddeln direkt nach Steckborn, unserem Übernachtungsort. Für die längere Strecke queren wir zur Mettnauer Halbinsel. In Radolfzell geniessen wir am gemütlichen Strand unsere verdiente Mittagspause.

Die Querung nach Iznang wird sportlich. Ein breites Grinsen auf den Gesichtern zeigt die Freude am tollen Ritt auf den Wellen.

Grosse, mit Bojen gekennzeichnete Naturschutzzonen zeigen uns den Weg Richtung Untersee, wo uns erneut kräftiger Gegenwind und erheblicher Wellengang erwartet.

Den Abend geniessen wir in Steckborn. Beim leckeren Essen und mit dem anschliessenden Besuch am Sommernachtfest geht ein toller Tag zu Ende.

Den Sonntag gehen wir etwas gemütlicher an. Nach dem feinen Frühstück paddeln wir los Richtung Stein am Rhein. Noch immer weht uns mässiger Wind entgegen. Da sind wir dankbar für die kräftige Strömung vom Hochrhein.

Infolge des tiefen Wasserstands fährt auf der Strecke Stein am Rhein – Diessenhofen kein Kursschiff. Für uns ermöglicht das ein entspanntes Paddeln auf dieser wunderschönen, mächtigen Wasserstrasse.

Die 28km nach Schaffhausen bewältigen wir mit einer gemütlichen Mittagspause in nur 4.5 Stunden.

Auf der Heimfahrt gönnen wir uns natürlich einen Blick auf den grössten Wasserfall in Europa. Der imposante Rheinfall bietet ein grandioses Schauspiel, auch bei angeblich wenig Wasser. Es soll ja Paddler geben die ihn befahren. Über die Linienwahl wird natürlich ausgiebig gefachsimpelt.

So geht ein wunderbares Paddelwochenende zu Ende.

Vielen Dank allen Teilnehmern und Helfern für diese tollen Tage.